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Periodika

Neben den zahlreichen Büchern von Adolf Holst als Einzel-Autor, gibt es auch Bücher und monatliche sowie jährliche Periodika bei denen Holst als Co-Autor benannt wurde.

 Liste der Periodika, bei dessen Erstellung Adolf Holst über viele Jahre mitwirkte und die Lyrik und Geschichten von Adolf Holst enthalten bzw. die einge Zeit unter der Leitung von Adolf Holst herausgegeben wurden.

Durch seine Art und Weise der Kommunikation mit Autoren und Lesern wirkte Adolf Holst vor allem als Herausgeber verschiedener Periodika wie ein "Netzwerker", ein Mensch seiner Zeit der intensiv Networking betreibt. - siehe dazu auch den Presseartikel - "Eine Vorform von Facebook - Adolf Holst als Kalendermann

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1. Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender

2. Die fröhliche Post

3. Neuer Deutscher Jugendfreund

4. Der Türmer

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------------------------------------------------Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender, äußeres Erscheinungsbild zur Zeit von Adolf Holst als HerausgeberAuerbachs Deutscher Kinder-Kalender, äußeres Erscheinungsbild zur Zeit von Adolf Holst als Herausgeber

1. "Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender"

erschienen von 1883 bis 1966 - unter verschiedenen Titeln - Deutscher Kinderkalender, Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender, Auerbachs Kinderfreund, Auerbachs Kinder-Kalender

Beiträge darin von Adolf Holst siehe dazu die einzelnen Jahrgänge - mindestens ab 1912 mit zwei Gedichten von Adolf Holst und bis Jahrgang 1936 mit einem Lied mit Versen von Adolf Holst

Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender war bei vielen Kindern der damaligen Zeit ein sehr beliebtes und bekanntes Periodikum

Ein Jahrbuch und Kalender für Kinder und Jugendliche, eine Sammlung mit vielen Gedichten, Geschichten, Rätseln, Liedern, kleinen Spielen, einer Plauderecke sowie mit einer Briefwechselliste.

Bis 1943 mit einer Jahres-Beigabe - meistens mit einem Gesellschaft- oder Würfel-Spiel aber auch mit Modellbögen, Figuren- und Kostümtafeln.

Ein Grund für den hohen Bekanntheitsgrad und den Erfolg von Adolf Holst dürfte wohl sein Schaffen als Herausgeber und damit als sogenannter "Kalendermann" von 1919 bis 1934 gewesen sein.

Frage: Warum und wie wurde Adolf Holst "Kalendermann"? War sein Vorgänger Georg Bötticher (Kalendermann von 1901 bis 1918) aus der Verwandtschaft von Adolf Holst - siehe Muttter von Adolf Holst geb. Bötticher?

Warum Adolf Holst nicht bis zum Tod wie sein Vorgänger die Herausgabe als Kalendermann leitete ist bisher nur durch eine Aussage im Buch "Adolf Holst - Lyrische Impressionen" auf Seite 11 belegt.
Dort ist dazu zu lesen - "... konsequent gab er indessen - nach zwei Jahren unerfreulicher Bevormundung - die Arbeit an Auerbachs Kinderkalender 1935 entgültig auf. Er konnte wohl Altersgründe anführen." - Anmerkung: Der Kalender von 1935 war die letzte Ausgabe die Adolf Holst leitete, logischer Weise, wie auch in anderen Quellen belegt, war 1934 das letzte Jahr in dem Adolf Holst die Herausgabe vom Kalender leitet.

Auffällig ist das Schaffensende von Holst als "Kalendermann" im Jahre 1934 mit der Vereinigung von "Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender" mit "Meidingers Kinder-Kalender" 1934. - "Gleichschaltung" im Nationalsozialismus?
- siehe dazu auch die Entwicklung und Vereinigung anderer Zeitschriften im Nationalsozialismus. z.B. Vereinigung "Neuer deutscher Jugendfreund " mit "Jahrbuch Jungdeutschland" - siehe Publikationen Jungdeutschland-Bund

Wie der Name schon erklärt war der Kalender vor allem als ein Kalender für Kinder gedacht, für die "Kalenderkinder". Wie es das Leben will - aus Kindern werden Erwachsene und so kauften sicherlich auch viele Erwachsene, aus einer lieben Traditon heraus und andere Erwachsene wahrscheinlich auf Grund der unterhaltsamen Inhalte des Sammelbandes, Auerbachs Deutschen Kinderkalender und waren somit ebenso "Kalenderkindern" und "Fans" vom "Kalendermann" Adolf Holst.

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Bekannte und weniger bekannte "Kalenderkinder" waren:

Eichen, Heinrich - Schriftsteller

Gast, Lise - Autorin von Kinder- und Jugendliteratur

Ruth Geede - Schriftstellerin und Journalistin, erhielt 1985 das Bundesverdienstkreuz am Bande

Haenelt, H.G. - Bonner Bundestagsjournalist

Kreutzber, Harald - Tänzer

Kruse, Käthe - Schauspielerin und Puppenmacherin

Kruse, Max - Schriftsteller und Kinderbuchautor

May, Werner - Pfarrer und Schriftsteller

Wagner, Friedelind - Enkelin von Richard Wagner

Waneck, Alfred - Münchner Komponist und Kapellmeister

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Bekannte und weniger bekannte Autoren waren:

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weiterhin zum Thema Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender - siehe auch "Die Bücherkiste - Jahrbücher für Kinder und Jugendliche - Auerbach".

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Ein weiteres Periodikum war:"Die fröhliche Post" eine Zeitung der Kalenderkinder, Herausgeber aller Ausgaben war Adolf Holst"Die fröhliche Post" eine Zeitung der Kalenderkinder, Herausgeber aller Ausgaben war Adolf Holst

2. "Die fröhliche Post"

erschienen von 1925 bis 1927, die Herausgabe wurde aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.
Frage: Waren das erste Anzeichen der Weltwirtschaftskrise?

Monatsschrift, Sammelschrift mit kleinen Aufsätzen, Zeichnungen, Gedichten, Scherenschnitten, Fotos und Rätseln.

Inhalt waren zahlreiche kindlich-kreative Versuche späterer Schriftsteller und von anderer kreativ schaffenden Persönlichkeiten, da die Autoren und Mitarbeiter vorallem "Kalenderkinder" waren. Kalenderkinder die teilweise von den Holst-Werken inspiriert wurden und von Adolf Holster ermutigt wurden ihre musischen Fähigkeiten in die Zeitschrift einzubringen.

Herausgeber von der ersten bis zur letzten Ausgabe war Adolf Holst.

Bekannte und weniger bekannte Autoren waren:

- siehe "Kalenderkinder" von "Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender"

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-----------------------------------------------Neuer deutscher Jugendfreund, äußeres Erscheinungsbild zur Zeit von Adolf Holst als HerausgeberNeuer deutscher Jugendfreund, äußeres Erscheinungsbild zur Zeit von Adolf Holst als Herausgeber

3. "Neuer Deutscher Jugendfreund"

erschienen von 1846 bis 1944 ?

Jahrbuch, Sammelband, Abmessungen 16 x 23 cm, ca. 300 bis 400 Seiten - "Jeder Jahrgang enthält Erzählungen, Schilderungen aus der Länder- und Völkerkunde und aus der Naturgeschichte, Biographien, Sagen, Märchen, Gedichte, Räthsel, Spiele und viele ... Abbildungen."
Zitat: Hantzsch, Viktor, "Hoffmann, Franz" in: Allgemeine Deutsche Biographie 50 (1905), S. 398-401 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd131845586.html#adbcontent

Adolf Holst ist mindestens als Herausgeber der Ausgabe 76 bis 78 belegt, die Bände sind ohne Angabe einer Jahreszahl.
Bei einem Händler wird die Ausgabe 76 mit dem Jahr 1925 angegeben. Rechnet man aber ab dem Erscheinungsjahr von 1846 (siehe oben) müsste die Ausgabe 76 aber der Jahrgang von 1921 sein und die Jahrgänge 77 und 78 deshalb den Jahrgängen 1922 und 1923 zugeordnet werden.

Die Ausgaben 77 und 78 enthalten Beiträgen von bekannten und wenige bekannten Personen,
stellvertretend folgen hier einige Namen.

in Ausgabe 77:

Flettner, Anton (1885-1961) - deutscher Lehrer, Ingenieur und Erfinder

Gheri, Leopold (1866-1952) - österreichischer Reise- und Abenteuerschriftsteller

Hesse, Hermann (1877-1962) - deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Dichter, Maler, 1946 Nobelpreis für Literatur

Huch, Ricarda (1864-1947) - deutsche Schriftstellerin, Dichterin, Philosophin und Historikerin

Zahn, Ernst (1867-1952) - schweizer Schriftsteller

und in Ausgabe 78:

Bode, Wilhelm von (1845-1929) - deutscher Kunsthistoriker und Museumsfachmann (Bode-Museum Berlin)

Ebhardt, Bodo (1865-1945) - deutscher Architekt, Historiker, Burgenforscher, Gründer der Deutschen Burgenvereinigung

Lagerlöf, Selma (1858-1940) - schwedische Schriftstellerin, erhielt 1909 den Nobelpreis für Literatur, das bekanntes Werk Lagerlöfs ist Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen, das 1906/07 erschien

Mann, Thomas (1875-1955) - Schriftsteller und einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts, für seinen Roman Buddenbrooks erhielt Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für Literatur  

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4. "Der Türmer"

erschienen von 1898 bis 1943

Monatsschrift - für Gemüt und Geist - nationalkonservativen, protestantischen Kulturzeitschrift

Adolf Holst ist bisher nur in der Ausgabe Februar 1937 belegt und zwar mit dem Gedicht "Mit festen Füßen auf der Erde stehn"

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