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Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender

Ein sehr beliebtes und bekanntes Periodikum war bei vielen Kindern der damaligen Zeit - Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender. Erschienen von 1883 bis 1966 unter verschiedenen Titeln - Deutscher Kinderkalender, Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender, Auerbachs Kinderfreund, Auerbachs Kinder-Kalender.

Ein Jahrbuch und Kalender für Kinder und Jugendliche, eine Sammlung mit vielen Gedichten, Geschichten, Rätseln, Liedern, kleinen Spielen, einer Plauderecke usw.

Bis 1943 mit einer Jahres-Beigabe - meistens mit einem Gesellschaft- oder Würfel-Spiel aber auch mit Modellbögen, Figuren- und Kostümtafeln.

Ein Grund für den hohen Bekanntheitsgrad und den Erfolg von Adolf Holst dürfte wohl sein Schaffen als Herausgeber und damit als sogenannter "Kalendermann" von 1919 bis 1934 gewesen sein.

Frage: Warum und wie wurde Adolf Holst "Kalendermann"? War sein Vorgänger Georg Bötticher, Kalendermann von 1901 bis 1918, Verwandschaft von Adolf Holst - siehe Muttter von Adolf Holst geb. Bötticher?

Warum Adolf Holst nicht bis zum Tod, wie sein Vorgänger die Herausgabe als Kalendermann leitete ist bisher nur durch eine Aussage im Buch "Adolf Holst - Lyrische Impressionen" auf Seite 11 belegt. Dort ist dazu zu lesen - "... konsequent gab er indessen - nach zwei Jahren unerfreulicher Bevormundung - die Arbeit an Auerbachs Kinderkalender 1935 entgültig auf. Er konnte wohl Altersgründe anführen." - Anmerkung: Der Kalender von 1935 war die letzte Ausgabe die Adolf Holst leitete, logischer Weise, wie auch in anderen Quellen belegt, war 1934 das letzte Jahr in dem Adolf Holst die Herausgabe vom Kalender leitet.

Auffällig ist das Schaffensende von Holst als "Kalendermann" im Jahre 1934 mit der Vereinigung von "Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender" mit "Meidingers Kinder-Kalender" 1934. - "Gleichschaltung" im Nationalsozialismus?
- siehe dazu auch die Entwicklung und Vereinigung anderer Zeitschriften im Nationalsozialismus. z.B. Vereinigung "Neuer deutscher Jugendfreund " mit "Jahrbuch Jungdeutschland" - siehe Publikationen Jungdeutschland-Bund

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Wie der Name schon erklärt war der Kalender vor allem als ein Kalender für Kinder gedacht, für die "Kalenderkinder". Wie es das Leben will, aus Kindern werden Erwachsene und so kauften sicherlich auch viele Erwachsene, aus einer lieben Traditon heraus und andere Erwachsene wahrscheinlich auf Grund der unterhaltsamen Inhalte des Sammelbandes, Auerbachs Deutschen Kinderkalender und waren somit ebenso "Kalenderkindern" und "Fans" vom "Kalendermann" Adolf Holst.

Bekannte "Kalenderkinder" waren:

Eichen, Heinrich - Schriftsteller

Gast, Lise - Autorin von Kinder- und Jugendliteratur

Ruth Geede - Schriftstellerin und Journalistin, erhielt 1985 das Bundesverdienstkreuz am Bande

Haenelt, H.G. - Bonner Bundestagsjournalist

Kreutzber, Harald - Tänzer

Kruse, Käthe - Schauspielerin und Puppenmacherin

Kruse, Max - Schriftsteller und Kinderbuchautor

May, Werner - Pfarrer und Schriftsteller

Wagner, Friedelind - Enkelin von Richard Wagner

Waneck, Alfred - Münchner Komponist und Kapellmeister

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